Der Haushalt 2026 ist beschlossen
Außerdem: Pfarreivermögensverwaltungsrats gewählt und erstes Gemeindeteam berufen
Die Ergebnisse der Pfarreiratssitzung vom 08. Dezember in Kürze.
Der neue Pfarreirat hat den Haushalt 2026 der Kirchengemeinde Freiburg i.Br. beschlossen: Vorausgegangen war der Abstimmung eine Einführung und Erläuterung seitens der Gesamtkirchengemeinde zum Verständnis und der Entstehung des vorgelegten Plans. Im Übergang und als Zusammenführung der bisherigen neun Doppel-Haushaltsplänen der bisherigen acht eigenständigen Kirchengemeinden sowie der Gesamtkirchengemeinde als weiterer Körperschaft des öffentlichen Rechts, sei dies "eine Herausforderung" gewesen: Neben einer Grundlagenplanung durch die Erzdiözese, die vor Ort in kurzer Zeit zu ergänzen war, kam als Neuerung hinzu, dass die Haushaltsplanung 2026 nurmehr für ein Jahr gilt. "Zwangsläufig mit heißer Nadel gestrickt" (M. Kaupp) und noch mit einigen Unschärfen versehen, sei der Haushalt dennoch idealerweise heute vom Pfarreirat zu beschließen: Andernfalls drohe eine Interimssituation, die die Finanzierungsspielräume im kommenden Jahr sehr einschränken würde.
Die Einnahmen, die auf Kirchensteuerzuweisungen beruhen, fallen deutlich geringer aus. Dies ist bedingt durch zurückgehende Mitgliedszahlen und war absehbar. Gleichzeitig betonten der künftige Pfarreiökonom Markaus Kaupp und Rouven Zellner von der Gesamtkirchengemeinde, dass die angesetzten Budgets im vorgelegten Haushaltsplan gleichwohl ohne Kürzungen fortgeschrieben wurden: Sie beruhen auf Annahmen von Vorjahren, zum Beispiel auch hinsichtlich der bereitgestellten Mittel für pastorale Zwecke. Sinkenden Einnahmen stünden also gleichbleibende Ausgaben gegenüber. Vor diesem Hintergrund sei das prognostizierte Defizit für 2026 von rund 1,8 Millionen Euro zu verstehen.
Was von diesen Geldern in welcher Höhe künftig den Gemeindeteams für ihre Arbeit zur Verfügung steht, war die zentrale Frage des Abends. Dazu wurde der Vorstand beauftragt, einen Ausschuss zu bilden, der sich zunächst die Aufgaben und - erst daraus ablesbar - die Ausgaben der Gemeindeteams näher definieren müsse. Gleichzeitig wurde betont, dass die Arbeit der Pastoral aber zunächst "im selben Umfang wie 2024 und 2025 weitergeführt werden kann wie bisher" (Markus Kaupp). Vierteljährliche Zwischenergebnisse zur aktuellen finanziellen Lage sollen 2026 die Entwicklung engmaschig transparent halten.
Pfarreivermögensverwaltungsrat mit breiter Erfahrung
Ein weiterer Tagesordnungspunkt galt der Wahl der Mitglieder des Pfarreivermögensverwaltungsrats. Als Aufsichtsgremium über den Verwaltungsvorstand und den Pfarreiökonom sollen sie eine fachliche Eignung mitbringen und in wirtschaftlichen Fragen erfahren sein.
Sechs potentielle Kandidatinnen und Kandidaten waren dem Vorstand des Pfarreirats im Vorfeld hierfür vorgeschlagen worden. Neben den beiden Personen, die aus den Reihen des Pfarreirats selbst in den Pfarreivermögensverwaltungsrat gewählt sind (Bibiana Hildenbeutel und Darko Lukic), gehören ihm künftig folgende sechs Personen an:
Sechs potentielle Kandidatinnen und Kandidaten waren dem Vorstand des Pfarreirats im Vorfeld hierfür vorgeschlagen worden. Neben den beiden Personen, die aus den Reihen des Pfarreirats selbst in den Pfarreivermögensverwaltungsrat gewählt sind (Bibiana Hildenbeutel und Darko Lukic), gehören ihm künftig folgende sechs Personen an:
- Dr. Christoph Coen
- Barbara Hettich
- Dr. Jan Kühle
- Beate Becker
- Georg Steimer
- Violeta Podolsky
Alle sechs waren bisher sowohl in Stiftungsräten als auch im Gesamtstiftungsrat tätig und bringen sehr unterschiedliche Perspektiven ein: so etwa aus ihren bisherigen pastoralen Ehrenämtern sowie beruflich aus der Privatwirtschaft und dem Rechtswesen.
Berufung des ersten Gemeindeteams
Auf der Tagesordnung stand außerdem die Berufung des Gemeindeteams der Gemeinde St. Konrad und Elisabeth. Da es sich um die erste Berufung dieser Art handelte, führte Leitende Referentin kurz in den Tagesordnungspunkt ein und erläuterte, dass in der Gründungsvereinbarung durch die damaligen Pfarrgemeinderäte schon beschlossen wurde, welche Gemeinden es voraussichtlich in der neuen Pfarrei geben wird. Sollten sich vor Ort dazu keine anderen Wünsche ergeben, werden das also auch die künftigen Gemeinden sein. St. Konrad und Elisabeth gehört zu diesen anvisierten Gemeinden. Es wurde dort schon eine Gemeindeversammlung durchgeführt, die um die Berufung von acht Personen in das dortige Gemeindeteam gebeten hat. Dieser Bitte wurde vom Pfarreirat einstimmig Folge geleistet. Damit ist das erste Gemeindeteam in der neuen Pfarrei offiziell berufen.
